Yin Yoga

Yin Yoga wird häufig als ein passiver Yogastil beschrieben. Die Asanas werden, anders als bei aktiven Yogastilen, lange gehalten. Ziel dieser Yogapraxis ist das Loslassen der Muskelkraft, um so in die tieferen Körperschichten, insbesondere die Faszien, vorzudringen.

Die Bedeutung der Faszien war bis vor kurzem noch nicht bekannt. Lange wurden sie als „Verpackungsmaterial“ für unsere Muskeln, Knochen und Organe angesehen. Heute weiß man, dass sie wichtige Funktionen haben und u.a. bei der Entstehung von Schmerzen beteiligt sein können. Die teilweise sehr langen Funktionsketten der Faszien stimmen in weiten Teilen nahezu identisch mit den Meridianverläufen der Chinesischen Medizin überein. Der größte Teil der Akupunkturpunkte befindet sich auf den Kreuzungspunkten der Faszien. In der Chinesischen Medizin handelt es sich bei den Meridianen um Energiebahnen, durch die das Qi, die Lebensenergie, fließt. Ist der Fluss des Qi blockiert,  kann es zu unterschiedlichen Dysbalancen bis hin zu manifestierten Krankheiten kommen. Durch die Dehnung der Faszien wird ebenfalls eine Dehnung der Meridiane erreicht, wodurch Blockaden in den Energieleitbahnen gelöst und der Qi-Fluss wieder hergestellt werden kann. Darüber hinaus kann Yin Yoga aufgrund der meditativen Übungsweise eine Balance von Körper, Geist und Seele herstellen. 

 

Sie benötigen für eine Yin Yoga-Übungsstunde eine Yogamatte, bequeme Kleidung und gerne auch dicke Socken, eine oder auch mehrere Decken, Kissen, Sitzkissen, zwei dickere Bücher oder falls vorhanden zwei Yogablöcke und ein Yoga-Bolster.