Meditation

Bevor Sie Meditation in die Ecke der Esoterik schieben oder dem Feld der Religionen und Spiritualität zuordnen, möchte ich Sie nachfolgend darüber informieren, welchen Gewinn Sie durch Meditation für sich persönlich erzielen können.

 

Zwar spielte bzw. spielt Meditation auch weiterhin als spirituelle Praxis in unterschiedlichen Weltreligionen eine große Rolle. Inzwischen ist jedoch, nicht zuletzt aufgrund der intensiv laufenden Forschungen im Bereich der Neurowissenschaft, ein deutlich breiteres Spektrum an Anwendungsgebieten dazugekommen.

 

Neben der klassischen Sitzmeditation gibt es auch bewegte Formen der Meditation. Qigong stellte eine davon dar.

 

Was also können Sie nun für sich erreichen, wenn Sie regelmäßig meditieren?

 

Forscher haben herausgefunden, dass eine jeweils 20­-minütige Meditation an vier Tagen in der Woche ausreicht, um die Aufmerksamkeit und Konzentration so zu schulen, und dass es zu sichtbaren Veränderungen in den dafür zuständigen Hirnregionen kommt. Die Hirnforschung nennt diese Fähigkeit des Gehirns „Neuroplastizität“. Gemeint ist damit die Eigenschaft des Gehirns, die Verbindung zwischen den Nervenzellen verändern zu können – und zwar unabhängig vom Alter! Ist man früher davon ausgegangen, dass Lernen nur in jungen Jahren möglich ist („Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“), so weiß man heute, dass regelmäßiges Training strukturelle und funktionelle Veränderungen des Gehirns bis ins hohe Alter bewirkt.

 

Studien an verschiedenen Universitäten haben ergeben, dass Meditation Auswirkungen auf folgende Aspekte hat:

  • Verbesserte kognitive Fähigkeiten
  • Verbesserte Konzentrationsfähigkeit
  • Bessere Stimmungslage
  • Höhere Gedächtnisleistung
  • Verbesserte Leistungsfähigkeit unter Zeitdruck
  • Verbesserte Gefühlsregulation bei negativen Emotionen
  • Bessere Selbstbeherrschung und höhere Gelassenheit

 

Darüber hinaus ist auch die therapeutische Wirkung von Meditation mittlerweile unumstritten:

  • Verringerung von chronischen Schmerzen
  • Reduzierung von Migräne-Anfällen (Häufigkeit und Stärke)
  • Besserung bei Schlafstörungen
  • Verminderung von Angstgefühlen Verbesserung der Gefühlslage bei Menschen mit leichten Depressionen
  • Verbesserte Schmerzlinderung und Wundheilung

 

Derzeit geht man davon aus, dass eine regelmäßige Meditationspraxis sogar eine altersbedingte Ausdünnung der Großhirnrinde reduzieren kann.

 

Bekannte Ärzte, Psychologen und Neurowissenschaftler, die sich derzeit mit den Auswirkungen der Meditation auf unser Gehirn und auch auf beeinflussbare physiologische Prozesse beschäftigen, sind u. a.: 

  • Ulrich Ott, Universität Gießen
  • Herbert Benson, Harvard Medicine School
  • Fadel Zeidan, Universität in Winston-Salem
  • Dr. Sara W. Lazar, Massachusetts
  • Wolf Singer, Max-Planck-Institut Frankfurt
  • Gerald Hüther, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung